bunte Pflastersteine

Ute Richnow und Andreas Dorn haben in einer künstlerischen Aktion im März 2013 einen Streifen Pflastersteine von ca. 40 cm Breite entlang den Schaufenstern der Kunsttanke (als sie noch in der Merseburger Strasse 48 ihren Standort hatte) mit ungiftiger Acrylfarbe nach einem Konzept gemeinsam mit Kindern aus der Nachbarschaft bemalt. Daraus wurde ein Politikum, das selbst einen Kunstbanausen zum Schmunzeln bringen würde. Doch die Stadt Leipzig, die sich mit “bunter Vielfalt” schmückt, hat kein Verständnis für so eine aus Sicht der Künstler Bereicherung des Stadtbildes trotzdem die Bevölkerung diese Aktion überwiegend positiv bewertete.

links zu dieser Aktion:
01.05.2013 - Leipzig. Die bunten Steine des Anstoßes von Ute Richnow (48) und … und Schadensersatzforderungen auf das Konto der “Kunsttanke” gehen …

23.08.2013 - Ultimatum für buntes Pflaster verlängert: Plagwitzer Kunsttanke gibt …

 

mit Datum 9.Januar 2014 kam folgender Brief der Stadt Leipzig :
(das Schreiben kann mit Doppelklick vergrössert und gelesen werden)

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mit Datum 21.Januar 2014 haben wir der Stadt wie folgt geantwortet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Höfer,

in vorbezeichneter Angelegenheit nehmen wir Bezug auf Ihr Schreiben vom 9.1.2014.
Sie wünschen nun endgültig die Entfernung des Farbauftrages zum 17.2.2014. Wir werden und können dieser Aufforderung nicht nachkommen. Wir verstehen uns als Künstler und als solche stehen wir zu unseren Werken, die wir ganz bewusst in die Öffentlichkeit setzen. Bei dieser Aktion „bunte Pflastersteine“ ging es uns darum, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sie anzuregen und den Lebensraum bunt und vielfältig zu gestalten. Bunte Vielfalt – ein Slogan, mit dem die Stadt Leipzig wirbt. Aus Stadtsicht ist dafür in der Merseburger Straße 48 wohl kein angemessener Raum. Wir erkennen nach wie vor Ihren gesetzlichen Auftrag und Ihr Interesse an, die Sicherheit und Ordnung des Verkehrsraumes für die Öffentlichkeit zu gewährleisten. Da Sie uns nun zu verstehen geben, dass unser Kunstwerk seitens des Verkehrs- und Tiefbauamts durch dessen Entfernung der Farbe verschwinden soll, unterbreiten wir Ihnen folgenden Vorschlag: um das Kunstwerk zu retten, werden wir die farbigen Steine selbst entfernen und sie durch gleiche Steine wieder ersetzen, so dass der Zustand vor dem Auftrag der Farbe wiederhergestellt sein wird. Wir haben Kontakt zu einem Fachmann, der uns die gleichen unbunten Steine in entsprechendem Umfang besorgen kann und uns beim fachlichen Austausch behilflich sein wird. Die Stadt wird den Zustand nach Austausch begutachten. Auf diese Weise kommt die Stadt ihrem Interesse nach dem Zustand vor Farbauftrag nach und wir werden dem Kunstwerk einen angemessenen Raum geben – nicht mehr in Leipzig.

Wäre das ein für die Stadt vertretbarer Ausweg?

Bitte geben Sie uns kurzfristig Bescheid.

Mit freundlichen Grüßen,

Ute Richnow und Andreas Dorn

 

mit Datum 8.Februar 2014 haben wir die Stadt wie folgt erinnert:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Höfer,

wir bitten Sie höflichst um Beantwortung unseres Schreibens vom 21. Januar 2014. Um die Steine austauschen zu können, benötigen wir noch die Genehmigung der Stadt. Da die Frist für die bunten Pflastersteine am Montag 17. Februar abläuft, sollte der Austausch, so er genehmigt wird, bis dahin von uns vollzogen sein.

Bitte geben Sie uns daher bis Ende der kommenden Woche, also bis Freitag den
14. Februar Bescheid.

Mit freundlichen Grüßen,

Ute Richnow und Andreas Dorn

 

 

 

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